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Vattenfall BERLINER HALBMARATHON
Der Vattenfall BERLINER HALBMARATHON, der jedes Jahr am ersten Sonntag im April stattfindet, ist auf dem Weg, zu einem ähnlichen Klassiker wie der BMW BERLIN-MARATHON zu werden. Während der letzten Jahre ist das Rennen enorm gewachsen. Im Jahr 2007 waren über 22.000 Teilnehmer unterwegs, nachdem auch schon 2006 zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens über 20.000 Teilnehmer gezählt wurden. Auf dem flachen Kurs werden viele Top-Leistungen erzielt. 2008 lief der Kenianer Patrick Makau einen neuen sensationellen Streckenrekord mit 58:56 Minuten. Bei den Frauen lief die Kenianerin Edith Masai 2006 ebenfalls einen neuen Streckenrekord: 67:16 Minuten. Die zweitplatzierte Deena Kastor (USA) brach insgesamt vier US-Rekorde über 12 km (38:24), 10 Meilen (51:31) und 20 km (64:07) sowie im Halbmarathon (67:34). Die beiden letzteren Rekorde waren auch Nord- sowie Zentral-Amerikanische Rekorde.
Die Geschichte des Vattenfall BERLINER HALBMARATHON reflektiert die Geschichte Berlins. Die Vorgänger des heutigen Rennens kamen aus Ost- und West-Berlin.
Am 29.November 1981 wurde der Lichtenberg-Marathon in Ost-Berlin veranstaltet. Das Rennen wurde ein Jahr später in “Berliner Friedenslauf” umbenannt, und man konnte verschiedene Strecken bis hin zum Marathon laufen. Der “Friedenslauf” war das größte Rennen in der ehemaligen DDR. Während in früheren Jahren die Regierung in der DDR kein Interesse an Straßenläufen zeigte, änderte sich diese Meinung, als man im Westen damit anfing, große Straßenrennen zu veranstalten. Plötzlich entschied die Regierung, dass es gut wäre ebenfalls ein großes Rennen zu haben – und wie es zu dieser Zeit üblich war, sollte es dem Frieden gewidmet sein.
Einen BERLINER HALBMARATHON gab es im Westteil der Stadt bereits seit dem 2. September 1984. Als Generalprobe für den BERLIN-MARATHON wurde er schon damals vom SCC Berlin organisiert. Allerdings war diese Veranstaltung eher ein rein
lokales Vorbereitungsrennen für den Marathon. Die Teilnehmerzahl übertraf somit nicht 1.800 Teilnehmer. Nachdem 1989 die Mauer gefallen und das politische System der DDR zerfallen war, war auch der “Berliner Friedenslauf” nicht mehr existent. Der ehemalige Organisator Stefan Senkel suchte rasch nach einem Partner, um den Lauf zu retten. Der SCC Berlin, Organisator des BERLIN MARATHON, trat ein. Und der traditionelle “Berliner Friedenslauf” hatte plötzlich wieder eine Zukunft. Schon in den 90er Jahren waren sich die Organisatoren aus Ost und West über die Strecke einig: Halbmarathon. Race-Direktor Horst Milde hatte schon damals geahnt, wie erfolgreich die Zukunft über die 21,0975 km lange Strecke aussehen würde.
