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Makau übernimmt Führung in der WMM-Wertung, Florence Kiplagat auf Rang fünf

Es war ein kenianischer Tag beim BMW BERLIN-MARATHON: Patrick Makau brach den Weltrekord von Haile Gebrselassie und schob sich damit in die Führungsposition der World Marathon Majors (WMM)-Serie 2010-2011. Siegerin Florence Kiplagat liegt nach ihrem Sieg auf Rang fünf der aktuellen WMM-Serie. Als elfte Läuferin unterbot sie die 2:20-Stunden-Barriere im Marathon.

Makau zeigte bei seiner Titelverteidigung eine herausragende Leistung und verbesserte den Weltrekord von Haile Gebrselassie um 21 Sekunden auf 2:03:38 Stunden. In der WMM-Serie erhält er damit weitere 25 Punkte. Insgesamt hat er in der Serie 2010-2011 nun 60 Zähler – das sind fünf mehr als der London-Sieger Emmanuel Mutai. Dritter ist Tsegaye Kebede.

Nachdem es im vergangenen Jahr kühl und regnerisch war, hatten die Läufer nun wieder das fast schon legendäre „Berlin-Marathon-Wetter“ – fast perfekte Bedingungen. Makau nutzte diese Voraussetzungen und gewann vor seinen kenianischen Landsleuten Stephen Chemlany, Edwin Kimaiyo und Felix Limo, die 15, 10 beziehungsweise fünf WMM-Punkte erhielten.

Makau sorgte bei 27 km für die Entscheidung, als er sich mit einer Tempoverschärfung von Gebrselassie löste, der Atemprobleme hatte. Nachdem er die 30-km-Marke in der Weltrekordzeit von 1:27:38 Stunden erreicht hatte, gewann Makau mit mehr als vier Minuten Vorsprung. Haile Gebrselassie, der an der 27-km-Marke wegen Atemproblemen kurzzeitig das Rennen unterbrochen hatte, stieg nach der 35-km-Marke endgültig aus.

„Dies war der größte Erfolg meiner Karriere“, sagte Makau. „Als ich heute morgen aufwachte, fühlte ich mich nicht so gut, aber nach dem Start wurde es besser. Nach 25 km wusste ich, dass ich den Weltrekord brechen könnte. Es ist toll Haile geschlagen zu haben, denn er ist ein Vorbild für mich.“

Chemlany überraschte als Tempomacher, während Scott Overall ebenfalls eine Überraschung gelang. Der Brite bekam als Fünfter in 2:10:55 einen WMM-Punkt.

Bei den Frauen gewann Florence Kiplagat ihre ersten WMM-Punkte, nachdem sie ab Kilometer 15 alleine an der Spitze gelaufen war und das Ziel in 2:19:44 Stunden erreicht hatte. Paula Radcliffe hatte den Anschluss verloren. Die Kenianerin, die beim Boston-Marathon im April ausgestiegen war, hat in der WMM-Wertung nun ebenso wie Caroline Kilel (Kenia) und Aberu Kebede sowie Teyba Erkesso (beide Äthiopien) 25 Punkte.

Irina Mikitenko überholte Paula Radcliffe vor der 35-km-Marke und wurde Zweite in 2:22:18. Sie erhielt 15 WMM-Punkte, nachdem sie zuvor bereits einen Zähler aus Chicago 2010 auf ihrem Konto hatte. Radcliffe wurde Dritte mit 2:23:46 und liegt nun auf Platz 15 in der WMM-Wertung. Die Äthiopierin Atsede Habtamu (Vierte in 2:24:25) und die Russin Tatyana Petrova (Fünfte in 2:25:01) bekamen ebenfalls Punkte.

Die Russin Liliya Shobukhova führt die WMM-Serie 2010-2011 nach wie vor mit 65 Punkten an. Sie hat fünf Zähler Vorsprung vor der Weltmeisterin Edna Kiplagat und 30 mehr als London-Siegerin Mary Keitany.